Zyklopen im Aachener Wald?
Es gibt schon lange keine Wölfe mehr an der mittelalterlichen Grenze des Aachener Reiches. Aber Geschichte und Geschichten rund um Harfenbuchen und Landgraben, Grenze und Kaffeeschmuggel bleiben spannend. Wer hat die riesigen Steine in den Wald geworfen? Warum haben die uralten Buchen hier so viele Stämme? Wandern wir hier über historischen Meeresgrund? Viele unterhaltsame Informationen und Geschichten begleiten uns auf unserer Wanderung über Augustinerweg, Hirschweg, Landgraben, Keverkreuz. Unterwegs gibt es Geschichten zu Schützengräben, Westwall, den Zyklopensteinen, Morden im Grenzwald… Und beenden werden wir die Tour vielleicht auf dem schwankenden Baumhaus bei am Grenzübergang Köpfchen in 8m Höhe…
Ca. 2 Stunden, 3,5 km Mehr Info
Blüten und Galmei, Zink- und Bleirausch an der Göhl.
Reiche Zinkerzvorkommen, Galmeierz, gaben der Gemeinde Kelmis (La Calamine) ihren Namen und haben ihre wechselvolle und einmalige Geschichte geprägt. Über einen Zeitraum von 103 Jahren existierte hier unter der Bezeichnung Neutral-Moresnet ein neutrales Staatsgebilde mitten in Europa. Spuren dieser Vergangenheit inmitten einer phantastischen Natur werden wir auf unserer abwechslungsreichen Wanderung entdecken. Die Strecke führt vorbei an Göhl und Hohnbach, hinauf zur Emmaburg, über den Höhenweg Richtung Lontzen, vorbei an tausenden Blüten, im Frühling Narzissen, später Bärlauch und Orchideen. Über alte Halden und die ehemalige Lorentrasse geht es zurück nach Kelmis bis zur Rochuskapelle mit der majestätischen Gerichtslinde und zum Casinoweiher. Unterwegs erfahren wir einiges über die bewegte Geschichte der Region, Neutralität und die Folgen, die besondere Flora und Fauna mit Eisvogel und Wasseramsel, Galmeiveilchen und Schuppenwurz. Mit etwas Glück finden wir noch die typischen Mineralien, nach denen über viele Jahrhunderte geschürft wurde.
Ca. 4 Stunden, 7,5 km Mehr Info
Dämmerungswanderung am Landgraben.
Wir begleiten den Wald an der Grenze bei Köpfchen in die Nacht. Unser Spaziergang beginnt im Hellen, es dämmert, die Sonne geht unter. Langsam gewöhnen sich unsere Sinne an die Dunkelheit. Ungesehenes, Unerhörtes, Unheimliches erwartet uns dabei. Still werden, lauschen, dem Rauschen der Bäume zuhören hat ebenso Platz wie spielen, aktiv sein und die ungewohnte Umgebung erkunden. Und die spannenden Geschichten über die bewegte Zeit des Kaffeeschmuggels werden in der Dämmerung noch viel eindrucksvoller. Für alle, die schon immer mal unvergessliche Stunden im Wald beiderseits der Grenze erleben wollten.
Ca. 2 Stunden, 4 km Mehr Info
